Gespeist und Gereist

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Träume mit vom Speisen und Reisen

Sonntag, 16. Juli 2017

Foto - Blogparade: Meine Bilder aus dem 1. Halbjahr 2017


Eine tolle Sache die Foto -Blogparade von Michael " Erkunde die Welt " bis zum 18.7.2017 haben alle Blogger*innen noch die Möglichkeit mit ihren Bildern aus dem 1. Halbjahr 2017 daran teilzunehmen. Es gibt sogar Preise zu gewinnen. Freue mich sehr über meine erste Teilnahme und freue mich auf die vielen Bilder aller Teilnehmer und das kennenlernen neuer Blogger*innen.
Und so funktioniert die Foto -Blogparade, die nun schon ins 5.Jahr geht.
Michael gibt 5 verschiedene Kategorien vor und in der 6. Kategorie geht es um das schönste Bild des 1. Halbjahres 2017. Und wer möchte kann sogar eine eigene 7. Kategorie auswählen.
Hier also die ausgewählten Kategorien:

1. " ungewöhnlich "
2. " entspannt "
3. " fern "
4. " beleuchtet "
5. " alt "
6. " mein schönstes Bild "
und meine eigene 7. Kategorie: 
" Türen & Fenster "


1. " ungewöhnlich "

ungewöhlnich, grüner Zeh statt grüner Daumen

Wie genial und ungewöhnlich ist es Wanderschuhe auf diese Weise zu nutzen. Sie einfach zu bepflanzen und als schöne Dekoration und Hingucker für sein Geschäft für Wanderzubehör zu nutzen, wie ich es erst diese Woche in Bad Schandau gesehen habe. Hier hatte wohl jemand nicht nur einen grünen Daumen, sondern auch einen grünen Zeh.

2. Kategorie: " entspannt "

entspannt durch den Salzwasserpool

Während meines Wellness - Urlaubs am Tollensesee in der Nähe von Neubrandenburg im März sorgte dieser Salzwasserpool für absolute Entspannung. Allein das schöne Licht und die Farbe blau verbreiten Gelassenheit und wenn der Pool auch noch so leer ist bin ich total entspannt.


3. Kategorie: " fern "

fern ist das Ende des Weges

Diese fast unendlich lange Allee lässt jeden in die weite Ferne blicken, um das Ziel des langen Weges sehen zu können. Gefunden habe ich dieses wunderschöne Motiv in der Boltenhagener Bucht während meines Ostseeurlaubes im Juni.

4. Kategorie: " beleuchtet "

beleuchtet von der Abendsonne

Das Licht der Abendsonne ist wohl die schönste Beleuchtung. Hier scheint die Sonne über den Haytor Rock im Dartmoor. Der letzte Blick zurück nach einer Kletterpartie in den Felsen machte diesen Ausflug während meiner Autorundreise durch den Süden Englands unvergesslich. Und beleuchtete nicht sogar Sherlock Holmes seinen berühmten Fall " Der Hund von Baskerville " im Dartmoor?


5. Kategorie: " alt "

alte Steinbrücke in Malmsmead

Diese Steinbrücke viele Jahrhunderte alt, führt über einen kleinen Fluss und befindet sich in Malmsmead zwischen den Grafschaften Devon und Sommerset. Wenn diese Brücke sprechen könnte, würde sie bestimmt unendlich viele Geschichten aus alter Zeit erzählen können.


6. Kategorie: " schönstes Bild "

Reiseziel Balkonien!!!

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah oder wie sagt man? Mein schönstes Bild hätte auch in die Kategorie entspannt gepasst. Es ist auf Balkonien, meinem Sommerdomizil entstanden also quasi unter dem Motto Urlaub auf Balkonien. 


Meine 7. Kategorie: 

"  Türen&Fenster "

Rosenblüte in Mecklenburg - Vorpommern

Bisher kannte ich diese Bilder in Kombination mit Türen, Fenstern und Blumen nur aus Londons Nobelvierteln Chelsea und Kensington. Aber da ich zur Zeit der Rosenblüte an der Ostsee war und ich überall traumhafte Motive mit blühenden Fassaden vorfand ging mir das Herz auf. 

Wer nun doch noch Lust hat an der Foto - Blogparade von Michael teilzunehmen, der kann das noch bis zum 18.7.2017 tun. Also sucht Eure Bilder zu den entsprechenden Kategorien aus und seid kreativ in der eigenen Kategorie. Benutzt diesen Link: Erkunde die Welt und den hashtag #FoPaNet in Euren sozialen Netzwerken.

Freue mich schon auf Eure Beiträge und Kommentare!!!









Samstag, 15. Juli 2017

Die Weiße Wiek von Boltenhagen

Im Ortsteil Tarnewitz von Boltenhagen in Mecklenburg Vorpommern befindet sich die Weiße Wiek. Eröffnet wurde das Ferienresort mit einer Appartementanlage, 4 und 5 Sterne Hotels und einem modernen Yachthafen im Jahr 2008 auf einem ehemaligen Militärstützpunkt.
Vor meinem Kurzurlaub in Boltenhagen habe ich die Fotos von weißen Segeln im Yachthafen gesehen und den wunderschönen Blick auf die Ostsee, was mich stark erinnerte  an eine Flaniermeile in Frankreich an der Cote d'azur.
Mit dem Fahrrad waren es ca. 20 Minuten, wenn man direkt am Kurpark von Boltenhagen startet, der Weg entlang der Promenade ist an heissen Sommertagen schön schattig und die Strandzugänge sind auch nah beisammen.


Meerblick und mediterrane Küche

Das Ferienresort weiße Wiek auf der Halbinsel Tarnewitz ist sogar komplett autofrei und 191 Appartements bieten den Gästen freien Meerblick. Auf den großen Balkonen muss es herrlich sein im Sommer am Morgen zu frühstücken oder im Abendlicht zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen.
Wer im Urlaub absolut entspannen möchte und sich nicht selbst versorgen möchte, kann in den beiden Hotels einchecken und sich rund um die Uhr verwöhnen lassen.



Für Wellnessurlauber, Familien und Segler ist das Ferienresort weiße Wiek ideal, der nahe Strandabschnitt mit Strandkorbverleih und der Yachthafen mit Bootsverleih lassen fast vergessen, dass man noch in Deutschland ist.
Die YachtWelt Weiße Wiek, der moderne Yachthafen mit bis zu 350 Liegeplätzen lassen Fernweh aufkommen und der Blick auf die leuchtend weißen Segel ist reine Entspannung für das Auge.



Beim Schlendern entlang der Hafenpromenade fielen mir die Namen der verschiedenen Appartementanlagen ins Auge, alle waren nach Städten und Orten an der Ostsee benannt, wie zum Beispiel Stockholm, Stralsund und viele mehr. Vielleicht schaut ihr einfach selbst in der weißen Wiek vorbei im nächsten Ostseeurlaub.
Dem maritimen Flair der weißen Wiek kann sich wohl niemand entziehen, denn die Restaurants setzen auf Fischgerichte mit mediterraner Note und das maritime Ambiente wird mit Palmen unterstrichen. Wer sich da nicht in den Süden Frankreichs versetzt fühlt.

Der Fischereihafen von Boltenhagen

Am Ende der Hafenpromenade der YachtWelt schließt sich der kleine Fischereihafen von Boltenhagen an. Hier liegen die Fischkutter und die kleinen bunten Bootshäuser säumen den Steg. Schöne Fotomotive bietet der alte Fischerreihafen von Boltenhagen vor allem, weil hier noch aktive Ostseefischerei stattfindet und Fangnetze und weitere Fischereiutensilien gelagert werden.



 Faszinierend war für mich der Kontrast zwischen mondänem Yachthafen und traditoneller Ostseefischerei.
Neben dem kleinen Fischereihafen wird gleich Fisch geräuchert im Restaurant Fischereihof Kamerun, da gibt es frische Fischbrötchen gleich auf die Hand und traditionelle Fischgerichte, wie Brathering mit Bratkartoffeln und das mit einer tollen Aussicht über die weiße Wiek.


Von Boltenhagen aus war es für mich ein schöner Ausflug zur weißen Wiek mit vielen Fotomotiven bei schönem Wetter. Aber für mich macht die typische Bäderarchitektur und die langen Strände gerade ein Ostseebad aus und die weiße Wiek ist die moderne Antwort auf den klassischen Ostseeurlaub.









Sonntag, 2. Juli 2017

Rosenblüte im Juli in Mecklenburg - Vorpommern

Im Sommermonat Juli stehen die Rosen in voller Blüte. In allen Farben über weiss, gelb, rosa und rot sieht man sie in den Gärten farbenprächtig blühen, in öffentlichen Parks, aber besonders schön sind mir die duftenden Rosengewächse während meines Ostseeurlaubes in der Boltenhagener Bucht aufgefallen. Hier säumten die edlen Gewächse ganze Strassenzüge, verschönerten so manche Fassade, Türeingänge und Fenster. Weil ich von diesem Anblick so begeistert war, habe ich für Euch eine kleine Bildergallerie zusammengestellt, denn wer fährt schön wegen der Rosenblüte an die Ostsee, aber wenn das Wetter keinen Strandtag erlaubt, gibt es zauberhafte Orte zu entdecken.

Rosenblüte in Boltenhagen



Schöne Türen und Fenster in der Schlossstadt Klütz








Rosenblüte in der Altstadt von Travemünde






Ich hoffe meine kleine Rosengallerie hat Euch gefallen. Rosige Zeiten wünscht Eure Reiseflut.
















Freitag, 30. Juni 2017

Princetown, eine Kriminalgeschichte aus dem Dartmoor



Fundamente von prähistorischen Wohnstätten, Strassen und Steinkreisen prägen das Dartmoor in der Grafschaft Devon. Das Hochmoor mit seiner unverkennbaren Landschaft wurde seit dem Mittelalter für den Bergbau genutzt durch seinen Reichtum an Bodenschätzen, wie zum Beispiel Zinn.
Aber ganz besonders atmosphärisch wirkt die hügelige Moorlandschaft bei Nebel, wenn die Sicht eingeschränkt ist und sich nur Umrisse erahnen lassen. So ließ sich der berühmte Kriminalbuchautor Sir Arthur Allan Doyle, dem Schöpfer von Sherlock Holmes, im Dartmoor zu seinem bekannten Kriminalroman " Der Hund von Baskerville" inspirieren, in der Ortschaft Princetown.



Princetown, der perfekte Ort für einen Kriminalfall

Sir Arthur Conan Doyle verweilte im Jahr 1901 in Princetown, der höchstgelegene Ort im Dartmoor in der Grafschaft Devon, 435 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Princetown liegt abgeschieden im Hochmoor nicht ohne Grund, denn hier wurde 1806 während des Napoleonischen Krieges ein Zuchthaus für Kriegsgefangene errichtet und damit verbunden sind düstere Geschichten von Krankheit und Tod. Princetown wird dominiert vom Dartmoor Gefängnis, das viele Schwerverbrecher mit Fluchtgefahr hinter seinen Mauern unter Verschluss hatte. Ein Gefängnis- Museum gewährt dem Besucher von Princetown einen düsteren  Einblick in die Vergangenheit des Zuchthauses. Nur wenige hundert Meter entfernt steht die alte Kirche St. Michael von Sträflingen errichtet und alten Grabsteinen von Sträflingen aus vergangenen Tagen. Beim Durchqueren von Princetown liegt eine Schwere über dem Ort dominiert vom Dartmoor Gefängnis.



Also der perfekte Ort für einen Kriminalbuchautor, wie Sir Arthur Conan Doyle an einem Kriminalroman zu schreiben. Der berühmte Sherlock Holmes Fall " Der Hund von Baskerville" schrieb der erfogreiche Kriminalbuchautor im damaligen Duchy Hotel und ließ sich von dunklen und mystischen Orten im Dartmoor inspirieren.
Heute ist das ehemalige Duchy Hotel ein Nationalpark - Besucherzentrum und beherbergt eine Austellung über prähistorische Stätten und Funde im Dartmoor und informiert über die Flora und Fauna im Nationalpark. 
Natürlich ist im Nationalpark - Besucherzentrum ein extra Raum reserviert für Sir Arthur Conan Doyle und seinen unvergesslichen Protagonisten Sherlock Holmes. Ein authentisches Schreibzimmer wurde nach empfunden mit vielen Informationen über den Aufenthalt des berühmten Autors im Dartmoor und die Entstehung des Kriminalromans "Der Hund von Baskerville". Wer möchte findet in einer Kleidertruhe typische Utensilien des Meisterdetektives Sherlock Holmes, wie Mütze, Umhang und natürlich die berühmte Pfeiffe und kann einmal in das Kostüm schlüpfen.


Ich fand den Aufenthalt in Princetown sehr spannend, ein sehr inspierender Ort allein durch die Abgeschiedenheit und die teilweise düsteren Geschichten, die das Dartmoor Gefängnis mit sich gebracht hat. Übrigens gibt es vor dem Dartmoor Gefängnis einen eigenen Parkplatz nur reserviert für den Mitarbeiter des Jahres.
In Princetown wird sogar Bier gebraut, in der höchstgelegenen Brauerei von ganz England.
Wer einen Roadtrip durch Südengland macht, sollte einen kurzen Abstecher nach Princetown machen.


Mein Extra-Tipp fürs Dartmoor : 


In Postbridge gibt es die größte Klapperbridge zu bestaunen, das ist eine alte Steinbrücke aus Granitplatten, die aus dem 13. Jahrhundert stammt und während des Bergbaus genutzt wurde, um Zinn zu den Schmelzöfen nach Tavistock über den Fluss East Dart zu befördern.
Eine sehr schöne Brücke, aber man sollte etwas Geduld mitbringen für ein Foto, denn teilweise stehen ganze Reisegruppen für ein Foto an.

Dienstag, 13. Juni 2017

Gartenzeit in Cornwall


Cornwall war während meiner Südenglandrundreise mein Hauptziel. Die Reisezeit Ende April bis Anfang Mai stellte sich als beste Reisezeit heraus, um Cornwalls Gärten in ihrer vollen Schönheit zu erleben. Die berühmten Bluebells, fast haushohe Rhododendronbäume, Magnolien und vieles mehr blühte bei sonnigem Wetter, aber kühlen 10°.  Für die prachtvolle Vegetation ist das kornische Klima ausschlaggebend. Es gibt unzählige Gartenhighlights in Cornwall, aber da meine Reisezeit begrenzt war und ich noch mehr Sehenswürdigkeiten besuchen wollte, fiel die Wahl auf die nicht weit voneinander entfernten Gärten Trebah und Glendurgan. Falmouth hat sich dafür ausgezeichnet als Ausgangsort angeboten.

Beide Gärten verfügen über Besucherparkplätze und sind mit dem Auto durch die gute Ausschilderung leicht zu finden. Dank eines Rabattgutscheins vom Hotel, gab es sogar noch einen Preisnachlass auf den Eintrittspreis für beide Gärten. Unbedingt erwähnen möchte ich die geduldigen, sehr auskunftsbereiten Mitarbeiter, die immer lächelten, obwohl gerade Hochbetrieb herrschte.

Glendurgan Garden

Der Glendurgan Garten zieht sich durch ein kleines Tal entlang  an dessen Ende man einen Zugang zum Meer findet.


Ursprünglich wurde der Glendurgan Garten angelegt als "Himmel auf Erden" für eine Familie mit 12 Kindern. 
Der Park ist wirklich himmlsich mit seinen grossen Fläçhen mit Wildblumen, riesigen Rhododendronbäumen, meterhohen Farnen und alles nach verschiedenen Themen unterteilt. Dieser Garten wurde mit viel Liebe  angelegt und erweckt den Entdeckergeist in jedem, ob alten oder jungen Gartenbesucher. Hinter jeder Biegung eröffnet sich eine neue Gartenwelt, ob wild, romantisch, exotisch oder endemisch. 



Unzählige Fotomotive bieten sich im Glendurgan Garten an und das Lichtspiel zwischen Sonne, Wolken und den farbenprächtigen Blüten ändert sich von Minute zu Minute. Überall warten Bänke zum Verweilen oder laden grüne Wiesen zu einem Picknick ein. Als Gartenliebhaber sollte man sich viel Zeit lassen, um den Glendurgan Garten zu erkunden.

Trebah Garten

Schon das Visitor Centre ist ein Highlight, nicht nur das moderne helle Design und freies Wlan haben mich überzeugt, sondern auch das Cafe - Restaurant mit leichter schmackhafter Küche, wie zum Beispiel gegrillte Makrele mit Couscous-Salat.
Im Eingangsbereich habe ich viel über die Entstehung des Trebah Gartens erfahren.



Auch der Trebah Garten liegt in einem Tal, um das Klima optimal für die exotische Vegetation nutzen zu können.
Immerwieder  offenbaren sich besondere Ausblicke auf dem Garten wie von Alice's Seat. Mein Lieblingsplatz mit der schönsten Aussicht war  von der kleinen Brücke im Valley aus,  von dort bietet sich ein unglaubliches Bild über ein Feld mit Mammutblättern.



Von der Brücke aus kommt man an einen kleinen privaten Steinstrand, hier gibt es die Gelegenheit auf Cornish Icecream, wenn man nicht wie ich die Öffnungszeit nur knapp verpasst und alle anderen um einen herum noch ein Eis bekommen haben.
Vorbei am Amphitheater zum Bambuswald hinunter und wieder hinauf durch den Wassergarten gelangt man zurück zum Visitor Centre über gut angelete Wege.




Der Wassergarten ist herrlich angelegt und beim walk durch den Bambuswald, konnte ich die Vielfalt von Bambus bestaunen. Wie schnell Bambus wächst und wie vielfältig Bambus einsetzbar ist für Möbel, Textilien und er bietet Schatten und das verzaubende Geräusch, wenn der Wind hindurchrauscht. 
Mit vielen Fotos mehr geht es Richtung Ausgang, aber natürlich durch den Souvenirshop durch. Mit vielen Gartenaccessoires und Pflanzen, aber ich habe nichts mitgenommen für Balkonien.

Cornwall ist definitiv ein Reisetipp für Naturliebhaber und Gartenfreunde. Schließlich ist England das Land, wenn es um Gartekunst geht und das erkennt jeder im kleinsten Detail, ob es nun ein Privatgarten oder ein öffentlicher Garten ist. 



Dienstag, 6. Juni 2017

Malmsmead, eine Brücke und ein bekannter Pfad im Exmoor-Nationalpark

Wer Südengland ganz unkompliziert und auf eigene Faust erkunden möchte, sollte dies unbedingt mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen tun. Die Distanzen zwischen den Orten und Sehenswürdigkeiten sind kurz, aber man muss Zeit mitbringen, denn die Straßen sind oft sehr schmal, aber malerisch mit Bärlauch am Rand bewachsen. Oft hofft man auf keinen Gegenverkehr, aber keine Angst, es gibt immer Möglichkeiten zum Ausscheren. Also wer über ein gutes Augenmass verfügt, reaktionsschnell ist und keine Scheu hat auf der rechten Seite hinterm Steuer zu sitzen, sollte sich aufmachen zu einer Rundreise mit dem Auto durch den Süden Englands. Denn nur so kann man die Geheimtipps und verborgenen Schönheiten fern des Massentourismus entdecken, denn nicht überall verkehren regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel.

Der Exmoor-Nationalpark zieht sich zwischen den Grafschaften Devon und Somerset entlang der Felsenküste und den Hochmoor- und Heidelandschaften, die mit gelbem Stechginster und Heidekraut bedeckt sind. Und während der Rundreise mit dem Auto hat man immerwieder die Möglichkeit an Aussichtspunkten zu halten, um die abwechslungsreiche Landschaft, die ständig ihr Bild wechselt, aufzusaugen und die frische Brise vom Meer einzuatmen.



Im Exmoor-Nationalpark leben unter besten Bedingungen die britischen Kleinpferde, die Exmoor-Ponies, ursprünglich und wildpferdartig. Wenn man Glück hat sieht man sie am Straßenrand das saftige Gras des Hochmoores und der Heidelandschaft fressen.



Malmsmead und seine Brücke

Malmsmead ist ein winziger Punkt auf der Landkarte, aber der Weg dorthin ist gut ausgeschildert von Oare aus geht es über kleine Straßen direkt bis zum Parkplatz vom Cafe Deli in Malmsmead.
Hier wird eine kleine Parkgebühr fällig, denn es gehört noch ein Souvenirshop und ein Bed&Breakfast dazu, die an diesem fast vergessenen idyllischen Ort im Doone Valley neben den anliegenden Schaffarmen und Campingplätzen existieren möchten.
Zur Stärkung geht es erstmal ins Cafe auf ein Sausage- und Bacon-Baguette. Und im Aussenbereich des Cafes offenbart sich sofort die Attraktion von Malmsmead.



Die berühmte Brücke von Malmsmead aus dem 17.Jahrhundert. Auf unzähligen Fotos habe ich sie vor Reiseantritt gesehen, aber hier wirkt sie wie ein zurechtgemachtes Filmset. Alles steht in voller Blüte, der Fluss plätschert beruhigend vor sich hin und die Sonne lässt die Szenerie im perfekten Licht erscheinen.
Eigentlich gibt es in England unzählige dieser alten Steinbrücken, die in früheren Zeiten dazu dienten schwere Lasten über den Fluss zu transportieren. Alles wirkte irreal, man traute dieser friedlichen Stimmung nicht, es war einfach zu schön, deshalb habe ich alles mit der Kamera festgehalten, sonst glaubt das am Ende niemand.

Der berühmte Pfad ins Doone Valley am Fluss entlang


Nur wenige Schritte von der alten Steinbrücke entfernt, steht man vor dem Gatter einer Schaffarm. Ein privater Fußweg führt von hier aus direkt ins berühmte Doone Valley am Fluss entlang über die Weiden der Farm.
Am Tor wird man freundlich aufgefordert einen Wegzoll von 50pence pro Person zu spenden. Eine kurze Wanderung von ca. 2, 5 Kilometer führt zum Campingplatz Cloud Farm. Natürlich gibt es noch viele weitere Wanderrouten, aber dieser Weg ist mehr ein kleiner Spaziergang in einer wunderschönen Weidenlandschaft.




Es wirkt alles wieder wie aus einer Filmszene, man wurde umringt von kleinen, neugierigen blökenden Lämmern, die dann aber doch zu Mutti flüchteten, wenn man zu nah kam. It was so lovely. Überall grüne Wiesen im Sonnenschein und Schafe auf der Weide, begleitet vom plätschern des Flusses. Der Rundweg führt direkt zurück zur alten Steinbrücke von Malmsmead.

Es wurde wieder Zeit das Doone Valley zu verlassen und weiter nach Lynton zu fahren, wo bereits im Rockvale Hotel ein Zimmer reserviert war.